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An dieser Stelle möchte ich ein paar Worte über mich verlieren.
Mein Leben beginnt am 28. März 1988, zu einem Zeitpunkt, in der sich das der DDR dem allmählichen Ende nähert. Die Ereignisse um den Fall der Mauer und die Wiedervereinigung speichere ich somit bedauerlicherweise in keiner Erinnerung. Wenn ich mir die Mode und die Frisuren derer ansehe, die am 9. November 1989 an die Mauer und Schlagbäume vorstürmten, ist das womöglich gar nicht so tragisch. Aufgewachsen bin ich in ländlicher Idylle; dort, wo die Bevölkerungsdichte wohl nur noch von der am vorderen Ural unterboten wird. In dieser Zeit entwickelten sich folglich meine Interessen und die damit einhergehende Sehnsucht nach der Ferne. Mit Abschluss der schulischen Ausbildung bin ich schließlich dem Ruf der Großstädte gefolgt.
Von 2007 bis 2010 habe ich International Business Administration in Berlin studiert, in Kooperation mit dem amerikanischen Technologiekonzern IBM. In diesen drei Jahren wurde die Ruhe und Abgeschiedenheit heimatlicher Gefilde hemmungslos eingetauscht gegen ein hartes Studium, Reisen und Unternehmensberatung. Für letztere verbrachte ich je ein halbes Jahr in München und in New York sowie ein Vierteljahr in Hamburg und Stuttgart; dazu noch eigene Ausflüge in zwölf verschiedene Länder. Der Horizont war gezwungen, sich zu erweitern und er tat es.
Während meiner Zeit in New York im Sommer 2009 stellte ich mir immer wieder die Frage, wo ich mich selbst sehe und wohin ich möchte. Das klingt auf den ersten Blick harmlos. Das Ergebnis dieser Selbstauseinandersetzung war jedoch eine völlige Abkehr von dem, was ich bislang machte. In der Unternehmensberatung glücklich zu werden, sah ich mehr und mehr als unmöglich an. Vielmehr müsste ich etwas tun, für das ich stehe und für das ich lebe.
Seit Oktober 2010 studiere ich nun Kunstgeschichte an der Universität von Cambridge. Der Bogen zur Heimat spannt sich sogar, denn dort thront über allem der Name Johann Joachim Winckelmann, Begründer eben dieser Fachrichtung.
Kulturelle Ereignisse sind ein integraler Bestandteil meines Lebens geworden, darunter besonders Oper, Theater und Kunst. Nebenbei bilde ich mich autodidaktisch im Bereich Fotografie aus, spiele Klavier und komponiere. Viel Zeit verbringe ich außerdem mit meinen Freunden in Berlin, München und Cambridge, teste Bars und Restaurants oder sehe mir Ausstellungen an. Wenn dann noch Freiraum bleibt, spiele ich gern Tischtennis, Badminton, Tennis und Schach. Zusätzlich engagiere ich mich im Freundeskreis der Berliner Staatsoper und für Amnesty International.
Mein Lebensmittelpunkt sehe ich nachwievor in Berlin, wo all die genannten Interessen zusammenfließen. Schon jetzt kann ich sagen, ist es die aufregendste und vorantreibendste Phase meines Lebens. Wovon ich einst nur träumen konnte, ist wahr geworden.
Mit meiner Homepage möchte ich diese Erlebnisse teilen und hoffe zugleich sehr auf Erfahrungsaustausch.
Beste Grüße

