UncategorizedMünchner U-Bahnen

Münchnener U-Bahnen sind ziemlich seltsam. Egal, welche man betritt: sie sind sauber, haben unzerkratzte Fensterscheiben und die Passagiere rücken und rutschen freundlich auf, um Platz freizumachen. Für einen Berliner ist das entweder eine Horrorvision oder ein Science-Fiction. Für bösartigen Zynismus hält er es, wenn ihn die Menschen auf der linken Seite der Rolltreppe zum Nach-Rechts-Schritt auffordern. In München ist das selbstverständlich. Und wenn es ihm alles zu bunt wird, ist dafür gesorgt, dass keine Hilfe-Rufe abgesetzt werden können. Mobilfunknetz gibt es im Untergrund nicht. Gute Fahrt!

2 Reaktionen zu „Münchner U-Bahnen“

  1. Nico

    Sollte nicht eher Berlin für den Münchner Science-Fiction sein? Wir sind ja nicht nur im Alter der U-Bahn weit voraus. Auch die Ordnung, die Regeln und die Aufsicht in München erinnert mich teilweise eher an die 60er (auch, wenn ich mich nicht mehr erinnern kann). Aber „rechts stehen, links gehen“ beherrschen durchaus viele Berliner. Unzerkratzte Scheiben in U-Bahnen und fehlende Bierflaschen bei den Fahrgästen wirken ja auch schon fast irritierend komisch … zumindest bei meinem letzten Münchenbesuch.

  2. admin

    Wenn ich, wie fast jeden Morgen, die Rolltreppe zur S-Bahn am Alexanderplatz nehmen möchte, muss ich damit rechnen, nur noch die Rücklichter des Zuges zu sehen, denn die meisten stehen kreuz und quer auf der Rolltreppe, ungeachtet jeder “Regel”. Zum Vergleich fahre man via Rolltreppe im Berufsverkehr hoch zum Marienplatz. Das geht weitaus schneller, obwohl der Weg länger ist, denn schon beim Klang des metallischen Trippelns setzt eine Nach-rechts-Automatik ein. Diese These kann als empirisch erwiesen angesehen werden. : )
    Doch letztlich gibt es in beiden Städten solche und solche …

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