Nein, nur nicht schon wieder daran denken, dachte er sich. Obwohl … was blieb ihm anderes übrig?! Sein Denken war doch fast alles, was er noch hatte. Den Rest hatte man ihm genommen. Einsam und mit traurigem Gesicht stand er am Küchenfenster seiner Einraumwohnung; oben im 7. Stock.
Der Himmel war grau. Es tröpfelte schon den ganzen Tag vor sich hin. Der Regen fiel genauso verloren und einsam auf die Erde, wie er sich momentan fühlte, dachte er sich. Er sah herauf zu den Wolken. Als wäre eine Sensation am Himmel zu sehen, schaute er begierig, um zu sehen, wohin die Wolken geweht wurden. Dann rissen sie auf, blauer Himmel kam zum Vorschein und Sonnenstrahlen bahnten sich ihren Weg zur Erde. Er konnte nicht mehr wegsehen, als beinhaltete der Himmel all seine Sehnsüchte. Der Anblick war für ihn einfach perfekt, dachte er sich. Es hatte nun aufgehört, zu regnen. Die Farbe der Wolken wechselte bald darauf in ein frisches Weiß. Sein Blick hatte sich in ein hoffnungsvolles Lächeln gewandelt. Die Sonne entfaltet nun ihre volle Durchschlagskraft.
In dem Moment jedoch, als die Polizei zur Stelle war, um die Leiche zu untersuchen, waren auch die kleinen Wölkchen weggeweht, um die Sonne frei, fast magisch, auf den toten Mann erstrahlen zu lassen
