Wolken

 Er lag auf dem Rücken. Im Gras. Um ihn herum nur einige große Eichenbäume. Er war an diesen ruhigen Ort gegangen. Niemand sollte um ihn herum sein. Seine Aufmerksamkeit galt einzig den Wolken. Und ihrem Spiel mit dem Wind.

Da zogen sie vorbei, die Wolken… So sehr er sich auch bemühte sie festzuhalten, so wehten sie doch davon. In die weite Ferne. Je mehr er sie verfolgte, desto trauriger machten sie ihn. Er konnte sie nicht aufhalten. Dabei waren sie so wundervoll. Aber nichts, was in seiner Macht stand, könnte die Wolken dazu veranlassen, stehen zu bleiben. Diese Gewissheit lähmte ihn fast. So war es jedoch ihr Schicksal. Sie entstehen, ziehen vorüber und lösen sich auf. Irgendwann.

Nun beobachtete er den Tanz der Wolken wieder. Da war eine neue, ebenso schön, wie die, deren Fortwehen er so bedauerte. Einfach wundervoll. Nun lächelte er. Und obwohl auch sie bald darauf nur noch am Horizont erkennbar war ehe sie ganz verschwand, blieb das sanfte Lächeln auf seinen Lippen. Er war glücklich.

Kurz darauf stand er auf, sah noch einmal hinüber zu den Eichenbäumen und lief zurück.